NLP – Neurolinguistisches Programmieren

Was ist Neurolinguistische Programmierung (NLP)?

Um NLP ranken sich zahlreiche Mythen und Fehlinformationen. Von Hypnose ist die Rede, bei denen Menschen gegen ihren Willen gezwungen werden Dinge zu tun, die sie nicht wollen und persönlichste Geheimnisse preis geben.

Nichts von dem entspricht der Wahrheit. Eine Suche im endlosen Internet wird Ihnen eine Fülle von Informationen liefern. Die grosse Breite dieser erklärt sich über die Spannbreite des NLP-Ansatzes selber. Einzelne Autoren konzentrieren sich auf die verschiedenen Methoden (z.B. wie Ängste verringert oder gar aufgelöst werden können), während andere sich auf die Sprachmuster oder die hypnotischen Zustände, genannt Trance, fokussieren.

Meine Haupterkenntnis zu NLP

Folgenden Grundsatz aus NLP ist bei mir während meiner Ausbildung zum NLP-Master am besten hängen geblieben: Der Mensch speichert Erlebtes in Form von Empfindungen der Sinneskanäle ab. Oftmals „sehen“ wir zu einem Erlebnis bestimmte innere Bilder, aber auch Geräusche, Gerüche, Geschmack oder Tastempfindungen sind sehr häufig. NLP geht davon aus, dass, sofern es gelingt, die gespeicherten Sinnesempfindungen zu verändern, das Erlebnis selber verändert werden kann.

Oder um meinen Lehrmeister Ronald Amsler zu zitieren: „Erfahrung ist als Sinnesrepräsentation kodiert und veränderbar. Verändere die Kodierung und du veränderst die Erfahrung. Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.

Ein vereinfachtes Beispiel: Sie haben Angst vor Hunden. Beim blossen Gedanken daran, oder beim Riechen von Hundehaar taucht in Ihnen dieses riesige, lebensechte Bild eines absolut übergrossen, kläffenden, geifernden und zähnefletschenden Köters auf, der Ihnen damals vor 19 Jahren während ihres Zypern-Aufenthalts bei einer Wanderung einen Mega-Schrecken eingejagt hat. Über die Jahre hat das Erlebnis an Schrecken zugenommen; und auch der Hund im Bild hat seine Grösse verändert.

Gelingt es uns beiden, dieses von Ihnen abgespeicherte Bild zu verändern („ändern Sie mal die Perspektive ihres Bildes/Films so weit weg, bis der Hund keine Bedrohung mehr darstellt“), oder möglicherweise ebenfalls andere Sinneswahrnehmungen zu verändern („stellen Sie sich mal vor der Hund will bellen, aber bei jedem Versuch wird ein übler Bier-Rülpser draus“); schaffe wir also das, so können Sie möglicherweise Ihre Angst verringern oder gar vollständig verschwinden lassen. Genial, oder?

Definition gemäss NLP-Guide des DVNLP – Deutscher Verband für Neurolinguistisches Programmieren e.V. 

Die nachfolgenden Informationen sind dem offiziellen NLP-Guide des DVNLP – Deutscher Verband für Neurolinguistisches Programmieren e.V. entnommen.

Das Neurolinguistische Programmieren (NLP) beschreibt – ausgehend von Erkenntnissen der modernen Systemtheorie, Linguistik, Neurophysiologie und Psychologie – die wesentlichen Prozesse, wie Menschen

  • sich selbst und ihre Umwelt wahrnehmen,
  • diese Informationen auf ihre eigene Weise verarbeiten,
  • auf dieser Grundlage handeln,
  • entsprechend miteinander kommunizieren,
  • lernen und sich verändern.

Menschen unterscheiden sich in der Art und Weise, wie sie bestimmte Situationen, sich selbst, andere Menschen, Ihre Beziehungen, ihre berufliche Tätigkeit und das Leben allgemein erleben. Je nachdem, wie wir zu einem bestimmten Zeitpunkt uns selbst und unsere Umwelt wahrnehmen, wie wir denken, welche Überzeugungen wir haben, wie wir fühlen und wie wir diese Gefühle bewerten, kann ein und dieselbe Situation als angenehm und wohltuend oder aber als schwierig und belastend erlebt werden.

Faktoren, die unser Erleben steuern

Basierend auf Studien und Modellen der menschlichen Wahrnehmung und Informationsverarbeitung macht NLP bewusst, welche Faktoren unser Erleben steuern und wie wir unsere Erfahrung selbst erschaffen. Auf dieser Grundlage entstanden in den letzten Jahrzehnten eine Vielzahl von Handlungsmodellen.

Die pragmatisch ausgerichteten NLP Techniken dienen einer Verbesserung der zwischenmenschlichen Kommunikation sowie der persönlichen Entfaltung.

NLP ist die Disziplin im Bereich der Kognitions- und Verhaltenswissenschaften, die sich explizit und in umfassender Weise dem Studium der menschlichen Subjektivität verschrieben hat. Mit Hilfe der dabei gewonnenen Erkenntnisse eröffnet NLP zugleich – sowohl für Einzelpersonen als auch für Gruppen und Organisationen – effiziente und flexible Zugänge zu ziel- und lösungsorientierten Veränderungen. Wie jede andere wissenschaftliche Disziplin entwickelt sich NLP dabei durch neue Forschungen fortlaufend weiter.